Laboe an der Ostsee in der Kieler Bucht im Sonnenuntergang Abendstimmung nach einem Sommertag am Meer

Nach einem Bade­tag am Meer, z.B. am schö­nen Sand­strand der Schön­ber­ger Strän­de, lohnt sich ein Aus­flug in den klei­nen Ort Laboe. Ich fin­de immer, dass der Name sehr vor­nehm klingt. Gar nicht so gewöhn­lich für eine Regi­on, in der es Orte wie Mözen oder Busen­wurth gibt. Selbst das har­te Wort Kiel haut ordent­lich rein. Aber Laboe, das ist doch schon ein Name wie Cote d’A­zur.

So und nicht anders fühlt es sich auch an, wenn man am spä­ten Nach­mit­tag die Pro­me­na­de ent­lang­schlen­dert. Nur eben mit einer herr­lich fri­schen Ost­see­bri­se statt medi­ter­ra­ner Hit­ze. Nach einem lan­gen Tag, an dem man sich die Son­ne auf den Pelz bren­nen ließ und die Füße vom war­men Sand noch leicht glü­hen, ist der Abend hier der per­fek­te Aus­klang.

Mein abso­lu­ter Wohl­fühl-Tipp für Laboe? Macht es euch unkom­pli­ziert: Holt euch ein fri­sches Fisch­bröt­chen auf die Hand, sucht euch ein Plätz­chen an der Hafen­mau­er oder direkt im Sand, lasst die Bei­ne bau­meln und schaut ein­fach nur zu. Zu sehen gibt es hier näm­lich immer etwas. Wäh­rend auf der Kie­ler För­de die dicken Pöt­te, majes­tä­ti­schen Kreuz­fahrt­schif­fe und klei­nen Segel­boo­te als Sil­hou­et­ten am Hori­zont vor­bei­zie­hen, weicht die geschäf­ti­ge Hek­tik des Tages einer tie­fen, nor­di­schen Gelas­sen­heit.
Aber mit dem gemüt­li­chen Still­sit­zen war es bei mir an die­sem Abend schnell vor­bei. Denn wer die Kame­ra dabei hat, kommt in Laboe zur gol­de­nen und inten­si­ven blau­en Stun­de voll auf sei­ne Kos­ten.
Wenn die Son­ne lang­sam tie­fer sinkt, ver­wan­delt sich die Kie­ler Bucht in eine ech­te Büh­ne für Licht­bren­ne­rei. Das har­te, glei­ßen­de Tages­licht macht Platz für ein unfass­bar wei­ches, fast pas­tell­far­be­nes Glü­hen, das den Him­mel in Nuan­cen von tie­fem Oran­ge, sof­tem Rosa und küh­lem Vio­lett färbt. Es ist die­ser magi­sche Moment, in dem sich der Him­mel im nas­sen Sand des zurück­wei­chen­den Was­sers spie­gelt und die gan­ze Ost­see plötz­lich aus­sieht, als bestün­de sie aus flüs­si­gem Gold.

Das Licht änder­te sich an die­sem Abend gefühlt im Minu­ten­takt. Jedes Mal, wenn ich dach­te: „So, das war jetzt das fina­le Motiv“, warf die unter­ge­hen­de Son­ne ein paar Minu­ten spä­ter noch ein­mal ein ganz neu­es, dra­ma­ti­sches Leuch­ten auf die Wel­len. Man ver­gisst die Zeit, läuft die Bran­dungs­mus­ter im Sand ab und drückt ein­fach nur noch glück­lich auf den Aus­lö­ser.

Die RAW-Bildbearbeitung & Bildergalerie aus Laboe

Die extre­men Kon­tras­te zwi­schen dem hel­len Hori­zont und den dunk­len Sil­hou­et­ten der Schif­fe waren foto­gra­fisch eine ech­te, aber wun­der­schö­ne Her­aus­for­de­rung. Wer wie ich ger­ne das Maxi­mum aus sei­nen RAW-Datei­en her­aus­holt, weiß, was für ein Fest es ist, die­se fei­nen Farb­ver­läu­fe und Details in den Tie­fen spä­ter am Bild­schirm genau so zum Leben zu erwe­cken, wie das Auge sie vor Ort emp­fun­den hat.

Schnappt euch also ein kal­tes Getränk, lehnt euch zurück und genießt die­sen vir­tu­el­len Abend­spa­zier­gang. Hier sind mei­ne liebs­ten Impres­sio­nen eines unver­gess­li­chen Son­nen­un­ter­gangs in Laboe:

Equipment

  • Kame­ra: Nikon Z7
  • Objek­tiv: Nikon Z 24–120 4.0
  • Pol­fil­ter

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